Zucht

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Die Haltung der Hirschtiere wird durch "Gesetz über Organisation der Zucht und Fortpflanzungsfähigkeit der Haustieren" reguliert. Dieses Gesetz verleiht den Hirschen ein Status der Haustiere. Dies ermöglicht sowohl reguläre Zucht der zwei Hirscharten aus dieser Familie als auch allmähliche Domestikation.

Die zwei Arten bilden Hirsch und Damhirsch. Das Gewicht der Hirschbullen beträgt ca. 150 bis 350 Kg, und Hirschkühe ca. 100 bis 180 Kg. Die großen Gewichtsunterschiede sind Folge der Differenzierung der Ökotypen, die durch regionale Umweltbedingungen gestaltet werden. Dies erklärt, warum die Hirsche aus Schottland leichter als Hirsche aus den polnischen Gebirgen - Bieszczady und aus Ungarn sind.

Eine wichtige Produktionsrichtung konzentriert sich auf Zucht der Farmhirsche und auf der Erzeugung hochwertiges Zuchtsaatgut für Warenfarmen. Es muss sehr genaue Dokumentation geführt werden und für Paarung werden nur ausgewählten Bullen benutzt.
Andere Produktionsrichtung konzentriert sich auf Gewinnung des hochwertigen Fleisches.
Für Schlachtung werden vor allem jungen Tiere benutzt. Die, durch Jagdzeiten unbeschränkte Schlachtung ermöglicht alljährliche Lieferungen des frischen Fleisches.
Nebenproduktion ist Gewinnung des Geweihs und hochwertigen Leder. Auf den asiatischen Märkten wird auch Gewinnung des Geweihs in der Zuwachsphase des Hirsches geschätzt.

Die Hirschtiere werden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen mit Umzäunung gehalten. Die Sommerweidequartiere müssen reich an hochqualitativem Grass sein, wofür die sorgfaltige Pflege notwendig ist. Der Baumbestand kann zusätzlich nützlichen Schutz gegen Wind und Sonne bilden - der ist aber nicht notwendig. Ein interessantes Element der Quartiere kann ein Wasserbehälter bilden, dies ist aber auch nicht nötig, weil das Wasser mit künstlichen Behältern gebracht werden kann. Die Besetzung pro Hektar hängt von Qualität der Weide und beträgt ab 3 bis 8 Tiere. Die optimalste Teilung des Weideplatzes ist dann, wenn die Weide immer an frisches Grass reicht ist. Das Quartier soll aber nicht weniger als 1 Hektar umfassen. Die Winterweidequartiere sind in der Regel kleiner als die Sommerweidequartiere und sind mit größerem Baumbestand für Schutz gegen Wind ausgestattet. Außerdem soll eine Farm über Sammelquartier, Triebgang und Quartier für Durchführung der notwendigen im Zuchtbetrieb und Warenfarmaktivitäten wie: Tierselektion, Absetzen, tierärztlichen Behandlungen, Wiegen, Geweihabschneiden, Beladung verfügen. Ein sehr nützliches Hilfsmittel dafür ist Zwangsstand, der eine zeitliche und siechere Ruhigstellung der Tiere ermöglicht.

Die Sommerfütterung basiert auf Weide, die regulär gepflegt werden soll. Da besonders wichtig sind: Düngung, Ausmähen der Futterresten, Narbenerneuerung und Anreicherung.
Bei Sommertrockenheiten wendet man Beifütterung mit Heusilage an. Die Sommerfütterung basiert auf hochwertigem Heu, Heusilage, Maissilage, und auf Getreide: Hafer, Mais, Gerste. Eine sehr gute Diätergänzung bilden saftige, Füllfutter wie Rüben, Karotten, Äpfeln, Birnen.
Alljährlich sollen auch Mineralwürfel verfügbar sein. Die sind reich na Selen und Mangan, was im Fall von Hirschen eine große Rolle spielt. Im Hinblick auf das spezifische Verdauungssystem der Wiederkäuer sind allmähliche Fütterungsänderungen von großer Bedeutung.

Die Paarungszeit der Hirsche wird als Brunftzeit genannt und findet in Polen im Herbst im September/Oktober statt. Für einen Bulle wird ca. 30-50 Hirschkühe bestimmt. Die Hirschkuh kalb durchschnittlich nach 236 Tagen der Schwangerschaft im Mai/Juni ein Tier (Mehrlinkschwangerschaft ist Seltenheit) aus. Das Kalb muss noch vor Wintersaison abgesetzt werden. Dies ermöglicht dann individuelle Fütterung von Hirschkuh und Kalb. Es hat einen positiven Einfluss auf die Kondition der beiden.

Die Hirschtier zeichnen sich mit guten Gesundheitszustand. Die Veterinärmaßname ist reguläre Wurmabtreibung, die mindestens zweimal pro Jahr durchgeführt werden muss. Die häufigsten Krankheiten sind mit Verdauungssystem verbunden und werden meistens durch Fütterungsfehler verursacht. Oft kann auch zur Verletzungen kommen z.B. Bruch der Gliedmaßen oder Halsbruch.